
Michael Drozd in der Klubzeitung vom Januar 2003
Am Samstag, dem 14. Dezember 2002, ist die Regatta-Saison dieses Jahres mit den Deutschen Ergometer-Meisterschaften endgültig abgeschlossen worden. Diese finden seit einiger Zeit traditionell in der Berliner Sporthalle Schöneberg statt. Für mich war es die erste Teilnahme, und ich blickte ihr hoffungsvoll entgegen, da es für die B-Junioren keine Vorläufe gab, und ich in der Halle ohnehin meistens besser abschneide, als auf dem Wasser. Das war bei der Klubmeisterschaft so, die ich draußen als Vizemeister abschloss, auf dem Ergometer jedoch gewann, und es sollte auch zur Meisterschaft nicht anders werden.
Mein Rennen war um 10.45 Uhr, was zur Folge hatte, dass ich drei Stunden früher aufstehen musste. Vor Ort sah ich mir zunächst die Vorläufe der Senioren an, die wohl ohne größere Überraschungen vonstatten gingen. Als sich mein Rennen näherte, sah ich mir die Meldeliste an und entdeckte den Sieger meines Laufs bei meiner ersten Regatta, der Grünauer Frühregatta. Daraufhin schoss mir folgender Gedanke durch den Kopf: „[Konstantin] Bosch kriegt Saures!“
Bei viel zu lauter Musik nahm ich anschließend meinen Platz auf Ergometer 9 ein. Nach einem Fehlstart, der von den Startnummern 1 und 15 verursacht wurde, ging es nun auf die 2000 Meter zu. Gesamtsieger der Altersklasse wurde Martin Loßner aus Leipzig, der Vize-Meister aus Essen. Meinen Lauf schloss ich als Sechster ab. Insgesamt wurde ich Elfter, was auch eine Verbesserung um einen Platz im Vergleich zu Essen ist. Doch mit Abstand am meisten freute mich folgendes Ergebnis: Mit einer Zehntel Rückstand auf mich wurde der bereits angesprochene Konstantin Bosch Siebter.
Michael Drozd
Rudern
am Spandauer See!