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Die Sommerregatta in Grünau

Dennis Cylok in der Klubzeitung vom Oktober 2003

Samstag, den 14. 6. 2003

Wir mussten für meinen Geschmack wie immer viel zu früh aufstehen (um 5 Uhr). Um 6 Uhr trafen wir uns dann am Verein, und schon eine Stunde später kamen wir in Grünau an. Es wurde sogleich damit begonnen, die Boote aufzuriggern. Anschließend zogen wir uns um und gingen erst mal aufs Wasser in einem 2x- (Amsterdam, Pascal und ich) und Markus sowie Marcel jeweils in der Lübeck und im Schlumpf. Nach dem Warmfahren und Kennenlernen der Strecke hatten wir etwas Zeit für uns, doch leider mussten wir diese im Schatten verbringen.

Um 10 Uhr ging es dann für Pascal und mich zur Sache. Erst einmal gab es extrem viel Gedränge am Start (Platzangst inklusive), dann kamen Verzögerungen dazu, und als ob es nicht schon schwierig genug gewesen wäre, die Boote nicht kaputt zu machen, musste dann noch das gesamte Feld (etliche 4x+ und 4x-, 2x- und 1x) nach hinten rücken. Bleibt nur noch zu erwähnen, dass es immer wieder lustig war zu sehen, wie Startnummern abgehauen und wieder angebracht wurden.

Doch dann war es endlich soweit. Pascal und ich traten wie die Irren in die Stemmbretter und zogen, dass die Dollen ächzten. Es lief super bis zur Wende, die wir zwar geübt hatten, aber im Rennen nicht hinbekamen. Nach dieser Pleite kämpften wir uns wieder heran und legt einen guten Endspurt hin. Es wurde ein 5. Platz. Dann fand ein Zusatzwettbewerb in der Pause statt (Pascal und ich nahmen daran teil). Zuerst mussten wir um die Wette rennen, Pascal war als erster dran. Er legt richtig gut vor, und ich holte uns dann den Sieg, was ich vorher Jan schon angekündigt hatte, doch er wollte es mir nicht so recht glauben (doch anschließend waren wir uns durch ein Grinsen schlagartig einig).

Als nächstes musste man an einer Wand hochspringen und mit Kreide eine Markierung setzen. Danach mussten wir einen Fragebogen, für den wir Tage vorher noch büffeln mussten, beantworten.

Um 13.30 Uhr war die Pause dann zu Ende. Ich ruderte in der Wedau, Pascal in der Lübeck und Markus im Schlumpf. So gingen wir wieder aufs Wasser, denn unsere Rennen sollten um ca. 14.00 Uhr gestartet werden. Ich war als erster von uns dreien dran. Nachdem sich alle am Start einsortiert hatten und uns die Starthelfer festhielten, kamen dann die Startkommandos (noch zwei Minuten usw.). Doch weil starker Wind herrschte und die Boote sich ständig drehten, wurde dann ein Schnellstart durchgeführt. Und schon ruderten wir los. Nach einem kleinen Startduell kontrollierte ich aber das Feld und gewann mit deutlichem Vorsprung, schaffte es aber im Gesamtbild nur auf einen zweiten Platz und fuhr so knapp an der Qualifikation für den Bundeswettbewerb vorbei.

Stolz wie Oskar nahm ich die Medaille entgegen und legte am Steg an. Nach etwa 15 Minuten Verzögerung kamen dann auch Pascal und Markus in einem Lauf. Pascal gewann ebenfalls mit deutlichem Vorsprung und legte auch mit einem Grinsen von Ohr zu Ohr an. Jeder aus dem Verein wurde lautstark unterstützt, und wir Aktiven haben unsere Kameraden auch mit voller Kehle unterstützt. Glücklich, heiser und natürlich hundemüde fuhren wir nach Hause und waren gespannt auf den morgigen Tag.

Dennis Cylok



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